Berechnung
Jede Zahl in den Einstellungen stammt aus einer Meinung. Diese Seiten sagen, aus welcher, worauf sie sich stützt und was rechnerisch daraus folgt. Sie sprechen keine Empfehlung aus. Die Wahl trifft, wer die App benutzt.
- Was mit dem Licht geschieht Brechung und Streuung in der Atmosphäre, und was daraus für die Dämmerung folgt.
- Fadschr Das waagerechte Licht am Osthorizont, und wie daraus Gradzahlen wurden.
- Dhuhr Der Sonnenhöchststand, und woher die Sicherheitsminuten stammen.
- Asr Einfacher oder doppelter Schatten, und warum der Mittagsschatten abgezogen wird.
- Maghrib Der wirkliche Horizont, und die einzige bleibende Unsicherheit der Rechnung.
- Ischa Rote oder weiße Dämmerung, und welche Gradzahl zu welcher gehört.
- Hohe Breiten Was gilt, wenn die Sonne den Winkel nie erreicht. Für Deutschland der Normalfall im Sommer.
Was diese App nicht tut
Sie nennt keine Meinung die richtige, und sie rechnet nichts hinein, was sie nicht ausweist. Wo eine Zeit astronomisch nicht eintritt, sagt sie das und nennt die Fehlmarge in Grad, anstatt still eine Ersatzregel anzuwenden. Wer eine Ersatzregel einschaltet, sieht am Ergebnis, dass sie gegriffen hat, und im Rechenprotokoll, welche Zahlen dabei übertragen wurden.
Warum bei Fadschr und Ischa Erscheinungen gelten und keine Zahlen
Die überlieferten Beschreibungen benennen Erscheinungen am Horizont, nicht Sonnenwinkel: das quer erscheinende und sich ausbreitende Licht am Morgen, die Röte und die danach verbleibende weiße Helligkeit am Abend. Alle sind beobachtbar. Keine klassische Rechtsschule nennt dazu eine Gradzahl.
Die Winkel sind spätere Zuordnungen: die Antwort auf die Frage, bei welchem Sonnenstand die jeweilige Erscheinung unter bestimmten Bedingungen festgestellt wird. Deshalb gehören zu jeder Zahl in dieser App eine Institution und ein Jahr, und deshalb streuen die Zahlen: Die Farbgrenze am Himmel ist keine Kante, und Luftzustand, Lichtverschmutzung und Beobachter wirken mit. Ausführlich mit Grafik unter Ischa und Fadschr, physikalisch unter Was mit dem Licht geschieht.
Was die App genau rechnet
Die Sonnenposition folgt Meeus, Astronomical Algorithms, Kapitel 25, inklusive Aberration und Nutation. Der Zeitpunkt zu einer Zielhöhe wird nicht genähert, sondern durch fortgesetztes Halbieren des Zeitfensters bestimmt, bis die Sonnenhöhe auf Bruchteile einer Bogensekunde getroffen ist. Der Grund steht auf der Seite zu den hohen Breiten: An flachen Durchgängen wird aus einem winzigen Höhenfehler ein Zeitfehler von Minuten.
Die größte verbleibende Unsicherheit liegt nicht im Modell, sondern in der Atmosphäre. Mehr dazu unter Maghrib.